Nie war Journalismus wichtiger: Warum uns VoCo keine Angst zu machen braucht

Es ist immer der Mensch, der den Unterschied macht. Ob eine (neue) Technik sinnvoll genutzt wird oder aber Schaden anrichtet. Aktuell tobt ein Streit, ob Adobe-VoCo „böse“ ist oder „gut“. Warum? Mit der vor Kurzem vorgestellten Software lassen sich gesprochene Texte im Nu in gewünschter Weise manipulieren. Sprechern lassen sich gar beliebige Texte in den […]

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Give-me-five: Besser texten mit der 5-Dimensionen-Technik (Nachrichten-Zukunft #5)

Zu lang, zu kompliziert, ein Verhau an Details: Radio-Nachrichten sind oft alles andere als Geschichten aus einem Guss. Ursache kann die Meldungs-Struktur sein, wie sie von alters her gelehrt wird: Die Neuigkeit in den Lead, rasch die Quelle dazu, dann die Details, letztendlich den Kontext. Problem: Diese Struktur fragt nicht präzise genug nach allen zentralen Aspekten einer Story. […]

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Schreib´ aktivierend! Nachrichten-Zukunft #4

Radio-Nachrichten sind oft von bestürzender sprachlicher Anspruchslosigkeit. Vor allem bei Routinearbeiten fällt das auf, etwa dem Auswerten des lokalen Polizeiberichts. Wo ergänzende Recherche problemlos möglich wäre, aber doch allzu oft unterbleibt. Ärgerlich ist etwa der häufig genutzte Sprach-Baustein „Was zu dem Unfall führte, ist noch unklar“. „Unklar“: Was heißt denn das? Dass ich mich nicht genügend reingehängt habe […]

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Nachrichtenzukunft #3: Eine Frage des Respekts („Erzähl es mir, als sei ich vier“)

Nachrichtenleute, gerade wenn sie neu sind im Job, haben oft noch den Wissenschafts-Jargon aus der Uni drauf, der zwar präzise ist, aber blutleer und farblos. Am Desk bekommen sie es dann mit Polit-Sprech und Juristendeutsch zu tun. Ihren Meldungen bekommt Beides nicht. Hier sind Chefs und Mentoren gefordert, einen Perspektivendreh anzustoßen, hin zu Kunden-, also Hörer-Orientierung. […]

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Radio-Nachrichten mit Zukunft #2: Schreib KEINE Meldungen!

Radio ist, letztlich und endlich, Sprechen zu Menschen. Genauer: Sprechen zu einem Menschen. In aller Regel erlebt uns der Hörer in einer One-to-One-Situation. Beim Autofahren, morgens im Bad, zuhause in Küche oder Home Office. Gelingt uns hier buchstäblich Kommunikation, ohne Gefälle, Distanz und Künstlichkeit, dann lebt Radio (und bleibt unverzichtbar). Was uns jedoch in der […]

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7 Praxis-Tipps für Radio-Nachrichten mit Zukunft

Was wird aus dem Radio im digitalen Zeitalter? Was aus Radio-Nachrichten, wie wir sie kennen? Was aus der Handvoll Meldungen, die ins Stundenkorsett gezwängt von Sprechern präsentiert werden? Während uns Smartphone und Tablet News in Hülle und Fülle zur Verfügung stellen, rund-um-die-Uhr und zur zeitsouveränen Nutzung? Nachrichten im Radio müssen sich neu erfinden. Aber wie? Einige […]

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Für Nachrichten ohne Barrieren. Denn Kommunikation ist…

…wenn´s ankommt. Sagt ein geflügeltes Wort. Wenn die Botschaft verstanden wird (und nicht schon, wenn sie gesendet wird). In vielen Nachrichtentexten aber stecken Verständnis-Barrieren. Die nur knacken kann, wer bereits bestens informiert ist. Viele Hörer sind das nicht. Den nötigen Kontext haben sie nicht parat (zumindest nicht in der Hör-Situation). Folge: Die Texte „kommen nicht an“…

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Ab in´s Web: Wie das Radio planmäßig Hörer vertreibt

Haben wir sie noch alle? Das moderne Radio pusht Online. Und bekommt nichts zurück! Botschaft im Subtext an die Hörer: „UKW ist ja ok. Aber echten Mehrwert gibt´s nur im Netz“. Auf Website, Facebook-Präsenz, Twitter-Kanal und vielleicht sogar per WhatsApp. Ein echtes Ärgernis! Crossmediales Teasen gibt´s allem Anschein nach nur in einer Richtung. Als Einbahnstraße: Weg vom […]

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Mariettas Welt: Frau Slomka und die dicken Bretter

Es macht allemal Sinn, sich én detail anzuschauen, wie vermeintliche Medien-Koryphäen arbeiten. Wie ZDF-Frau Marietta Slomka etwa, die sich jüngst einmal mehr in der Rolle der journalistischen Gralshüterin gefiel (im Interview mit SPD-Chef Gabriel). Anspruch und Selbstgewissheit waren (vorsichtig formuliert) bemerkenswert. Neben ihrem Moderations-Job bohrt Marietta Slomka auch dicke Bretter. Ihr jüngstes ist 544 Seiten […]

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Aktivierend schreiben: Raus aus der Negativismus-Falle!

Ohne Drama geht es nicht. Ohne Konflikt und Krise bleiben Nachrichten kraftlos und flau. Mit Harmonie lassen sich keine packenden News produzieren. Richtig ist aber auch: Viele Nachrichtensendungen triefen geradezu vor Not und Elend. Der Versuch, mit „guten“ Nachrichten gegen Negativismus anzusenden, ist jedoch eine falsche Konsequenz. Vielmehr brauchen „negative“ Stoffe einen aktivierenden „Dreh“…

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Bad News are Good News are Bad News? Warum „gute“ Nachrichten so langweilig sind!

„Immer nur Katastrophen und Unglück. Schreib´ doch mal was Positives“: Jeder Newsredakteur kennt das von seinem Chef. Immer wieder versuchen Redaktionen deshalb, eine Rubrik „Gute Nachrichten“ einzurichten oder wenigstens „die Gute zum Schluss“ zu platzieren (aktuell etwa ist Antenne Bayern mit der „guten Nachricht aus Bayern“ im Tagesprogramm immer um Halb on-air). Oft werden diese Versuche […]

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Dr. Dobellis Dämonen: Krank durch News?

„Nachrichten sind Gift. Sie machen krank, dumm und passiv“. Dieses schlichte Mantra singt seit einiger Zeit der Schweizer Philosoph und Bestseller-Autor Rolf Dobelli („Die Kunst des klaren Denkens“, „Die Kunst des klugen Handelns“) – erstmals 2011 im Schweizer Monat, zuletzt in Geo (8/2013). In der Branche hat es eine gewisse Popularität erreicht – trotz (oder […]

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Stilkritik #4: „ist unklar“

Erfolgreiches Radio gibt Antworten, bietet Orientierung, macht das Chaos der Welt ein bisschen überschaubarer. Nachrichtenredakteure versagen dabei tagtäglich und flächendeckend, in öffentlich-rechtlichen Stationen ebenso wie in privaten. Indem sie zu oft, zu schnell, zu gedankenlos zu einer Formulierung greifen, die Gift ist: „Was zu dem Unfall führte, ist unklar“, „Wann die Bundeskanzlerin zum Interview kommt, ist […]

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Falsche Solidarität: Die Journalisten-Gewerkschaften und der griechische Staatsfunk ERT

Die Reflexe funktionierten. Kaum hatte die griechische Regierung handstreichartig den Staatsrundfunk ERT abgeschaltet, lagen auch schon die Solidaritätsaddressen vor. Unter anderen protestierten djv, ver.di und der Redakteursrat des ORF gegen den „massiven Eingriff in die Pressefreiheit“. Bemerkenswert ist daran nur, daß die selbsternannten Hüter der journalistischen Wahrheit die Pressefreiheit ausgerechnet einem Staatssender attestierten…

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Bessere News mit Storytelling

Müssen Nachrichten „schwierig“ klingen? Oder können sie den Hörer vom ersten Wort an mitnehmen in die Geschichte? Die klassische Machart von Radio-Nachrichten („inverted pyramid“) ist für viele Hörer zu komplex. Sie setzt voraus, diese Form quasi „gelernt“ zu haben. Der Staplerfahrer aus Gelsenkirchen oder die Standlfrau vom Münchner Viktualienmarkt – können sie umgehen mit der auf […]

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Stilkritik #3: „keine Chance“

Manuel Neuer hatte „keine Chance“, war sich ARD-Mann Tom Bartels sicher. Nach katastrophalem Fehlpass von Philipp Lahm im WM-Vorrundenspiel Deutschland-Ghana hatte Asamoah Gyan unbedrängt zum zwischenzeitlichen 1:2 getroffen. Keine Chance? Tatsächlich? „Keine Chance“: Eine Wendung direkt aus dem journalistischen Floskel-Setzkasten. Nicht nur im Sport: „Hatte der Amtsinhaber keine Chance gegen den Herausforderer“, die Feuerwehr „keine Chance gegen […]

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Durch´s Nadelöhr: Tests an Journalistenschulen

Die Wissenstests an Journalistenschulen haben es bekanntermaßen in sich. Auch für Profis sind sie nicht so ohne weiteres zu knacken. Ein „böser“ Verdacht: Geht es vielleicht garnicht nur darum, mit dem abgefragten Wissen die „richtigen“ Bewerber zu identifizieren? Sondern (auch), den bildungsbürgerlichen Anspruch seiner Autoren zu bestätigen (und den hoffnungsvollen journalistischen Nachwuchs „auf Abstand“ zu halten)? 

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Stil-Kritik #2: „nach Medienberichten“

„Quelle: Internet“ – mit dieser „Quellenangabe“ machte sich jüngst das ZDF zum Gespött einiger Blogger und Twitterer. Tobias Gillen z.B. schrieb: Mit “Quelle: DVD” schießt “Wetten, dass..?” einen weiteren Vogel am Quellenhimmel ab, den man so bisher noch nicht oft gesehen hat. An “Quelle: Internet”, als gäbe es dort nur eine einzige Sache zu sehen, “Quelle: […]

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Just one and done. Lokales (nur) um Halb?

Tradition ist hartnäckig. Und kann Radio-Karrieren kosten. Zu den am wenigsten hinterfragten Strukturen im Radio gehört die Platzierung lokaler und regionaler Nachrichten in der Morning Prime Time zur halben Stunde. Und dass regionale Stoffe getrennt von den nationalen/internationalen programmiert werden. Ergebnis: Seit Menschengedenken bekommt die Hälfte der Hörer stets nur das eine (oder andere) zu hören, kaum jemals das […]

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